Rhona wusste nicht, was sie mehr anwiderte… das Erscheinungsbild, das sich vor ihr auftat und sich ihren Bruder schimpfte? Oder die Tatsache, dass sich im ganzen Verlauf ihres Lebens nichts ver?ndert hatte? Au?er dem Augenblick und der uneingeschr?nkten Realit?t, dass sie damals unglaubliches Glück besessen hatte und diesen sch?ndlichen Verrat ihres Bruders überlebt hatte. Rhona war eine gebürtige Hamilton und stammte von der Insel Arran ab, die an der westlichen Küste des schottischen Festlands lag. Ihr ehemaliges Zuhause, das sie wirklich von ganzem Herzen geliebt hatte. Dort war das Wolfsrudel des Hamilton-Clans beheimatet, das die Freiheit und Sorglosigkeit auf dieser Insel sch?tzte und liebte, weil sie keine Konkurrenz kannten… au?er die benachbarte südwestliche Insel Kintyre, die vom MacDonell-Rudel bewohnt war.
Eigentlich erinnerte sich Rhona nicht gerne an die damalige Zeit ihrer Jugend. Sie war fünfzehn Jahre alt gewesen, als in einer sommerlichen Nacht alles zerst?rt wurde, was sie liebte. Ihr Zuhause, ihre Familie… sowie ihr ganzes Leben, das das alles beinhaltete. Ohne jegliche Angst lebten sie unter sich… nur Besucher von Menschen wurden toleriert, weil sie als Touristen die Insel bewandern wollten. Dem Hamilton-Rudel war das eine finanzielle Unterstützung für ihr Wohlergehen, sodass alle versorgt wurden und keiner Hunger erleiden musste. Dafür bekamen sie den vollst?ndigen Schutz, dass die Menschen auch lebend wieder die Insel Arran verlie?en, ohne dass sie ins Visier einer Bedrohung gerieten. Ihr damaliger Vater und Alpha des Hamilton-Rudels war ein rechtschaffener und gütiger Wolf gewesen, der für das Wohl seines ganzen Clans gesorgt hatte.
Die grausame Nacht von damals spielte sich vor ihrem inneren Auge ab und versetzte Rhona noch immer in Angst und Schrecken, w?hrend sich ihr Herz schmerzhaft in ihrer Brust zusammenzog. Die Trauer und der Verlust verfolgten sie bis heute, nach so vielen Jahrzehnten, als w?re es gestern gewesen. Sie waren eine glückliche, fürsorgliche und herzliche Familie gewesen. Bis zu jener m?rderischen, dunklen Neumondnacht. Alle Mitglieder ihrer Familie hatten tief ruhend und arglos in ihren Betten gelegen und geschlafen. Jeder besa? seinen eigenen Freiraum, sein eigenes Zimmer. Arran Hamilton… ihr ?ltester Bruder, der sie um fünf Jahre übertrumpfte und der jetzt vor Abscheu vor ihr stand, hatte sich von damals nicht ver?ndert. Danach kam Rhona in der Rangfolge und darunter ihre Zwillingsschwestern Shay und Hailey… die Nesth?kchen unter ihnen. Sie liebte ihre beiden Schwestern und deren Verlust war heute noch ein riesiger Riss in ihrem Herzen. Ebenso der ihrer Mutter, der Sanftmütigen, und ihres Vaters, des Fürsorglichen. Jeder… absolut jeder hatte damals gespürt, welche schlechten Charakterzüge ihr Bruder Arran entwickelte. Ihr Vater… der Alpha hatte seinem Sohn ein wichtiges Begehren auferlegt... würde er sich nicht ?ndern, sodass er lernte, was Gerechtigkeit, Fürsorge und Ehre bedeuteten, würde nicht Arran den Titel als n?chster Alpha bekommen, sondern derjenige, der mit Rhona ein Gef?hrtenband einging. Natürlich stie? das bei ihrem Bruder sauer auf und keiner hatte damit gerechnet, dass er für seine Ichsucht, seine Gier nach Macht und die Verg?tzung nach Aufmerksamkeit im Vordergrund stehen würde. Die Nacht, die durch einen roten Schleier von Blut durchtr?nkt war und dieser Geruch nach Eisen lag noch heute in ihrer Nase… fest eingebrannt, als dürfte sie dies nie wieder vergessen.
Schreie hatten ihr damaliges Ich aus ihrer Kindheit und aus ihrem Schlaf gerissen… schmerzhaft und qu?lend, sodass ihr K?rper vor Panik starr geworden war. Kein Licht hatte ihr Zimmer durchflutet, als die Tür zu ihrem Schlafzimmer aufgesto?en wurde… Rhona halb verkriechend unter ihrer warmen Decke, als k?nnte sie ihr den n?tigen Schutz und Sicherheit bieten. Es war l?cherlich, wenn sie heute darüber nachdachte. Aber… sie verga? niemals in ihrem Leben, w?hrend ihre Mutter in ihr Schlafzimmer stolperte… ihr Gesicht vor Trauer, Schmerz und unendlicher Qual gezeichnet. Ihre Bewegungen waren unnatürlich und ihre eigene damalige W?lfin wimmerte vor riesiger Pein, was sie mitriss und da erkannte Rhona es. Das schmerzliche Geschehen, das sie überschwemmte… weil Verbindungen fehlten. Erst ihr Vater, den sie über alles geliebt hatte… dazu die leere Stille zu ihren Zwillingsschwestern, worauf sie innerlich nach den B?ndern zu ihren Familienmitgliedern greifen wollte, aber nichts als das Nichts existierte. Innerlich zerrissen und diese ungeahnte Eigenkontrolle war verschwunden. Ihr Verstand war wie leer gefegt und zu keinem rationalen Gedankengang mehr f?hig, weil ihre Augen vor Verst?rtheit geweitet waren, ihr Herz nicht regelm??ig schlug, weil es blutete. Ihre braunen, entsetzten Augen waren auf ihre torkelnde Mutter geheftet, als w?re sie der einzige Ankerpunkt in dieser unheilvollen Nacht, w?hrend sie immer wieder die gleichen Worte sprach, wie in einer endlosen zerrenden Dauerschleife, bis sie in ihr vernebeltes Gehirn durchsickerten.
?Mo nighean ghaisgeil… du musst… flie… hen…“, abgehackte Worte ihrer Mutter, die mit ihren braunen, flehenden Augen angestarrt wurde, Tr?nen, die ihr über die Wange hinab liefen, w?hrend sie mit ihrem wei?en fleckig roten Nachtgewand auf sie zukam und ihre Verletzung auf ihrer linken Flanke festhielt.
Damals war es für Rhona noch immer ein R?tsel, wie sie es geschafft hatte, sich zu bewegen, ohne dass sie ihre Handlungen wirklich mitbekam. Wie sie mit unsicheren, stolpernden Schritten ihrer Mutter entgegenkam, weil sie helfen wollte, aber kaum berührten ihre zarten kleinen Finger ihren angstbebenden K?rper, wurde sie von ihr hart fortgesto?en… zum offenen Fenster, wo die warme n?chtliche Sommerbrise hereinwehte, ohne dass das eigentliche wohltuende Gefühl eintrat. In ihr verspürte Rhona nicht mehr die hitzige Hitze des Sommers… sondern eine eisige K?lte, die sich in ihrem K?rper ausgebreitet hatte. Ohne dass sie pers?nlich alles begreifen konnte, vernahm sie das erneute Knarzen ihrer Holztür… die sich qu?lend langsam komplett ?ffnete und in der Tür… auf ihrer Schwelle ihren Bruder Arran erblickte… sein Gesicht in der Dunkelheit vor Hass, Abscheu und animalisch verzerrt wirkte, weil sein blutrünstiger Wolf direkt in seinen kalten, dunkelbraun leuchtenden Augen widergespiegelt wurde. Sein K?rper, der von seinem wei?en Leinenhemd umhüllt war, war nicht mehr blütenrein wei?… nein, er war mit blutigen Flecken beschmiert und in den tiefsten Winkeln ihres Verstandes wusste sie sofort, wessen Blut ihn befleckte und dieser bekannte Geruch ihrer Liebsten war alles, was Rhona nur wahrnahm. Danach ging alles wie in einem schnell vorspulenden Film. Ihre Mutter schubste sie erneut zum ge?ffneten Fenster und knurrte sie wütend an, sie solle fliehen und sich in Sicherheit bringen, w?hrend sie im n?chsten Atemzug sich umdrehte… ihre Verwandlung zu einer dunkelbraunen W?lfin blitzartig erfolgte, indem sie in der n?chsten Sekunde ihr ?ltestes Kind mit gefletschten Z?hnen angriff. Ihre Mutter verbiss sich in seinen rechten Unterarm, zerrte und zerriss Fleisch, den er schützend vorgeschoben hatte, um seine Kehle zu schützen. Ebenso ver?nderten sich seine Züge in einem kleinen Augenblick und er verwandelte sich, nur damit sie in einem wilden Getümmel aus Rei?z?hnen, Fell und scharfen Krallen aufeinanderprallten, ohne dass jemand sie auseinanderhalten konnte. Nur ein einziges grauenhaftes Knacken durchbrach das Get?se des Kampfes, ein schwerer K?rper schlug t?dlich auf dem Boden auf, was sich zu einer t?dlichen Stille ausbreitete… durchschnitten von einem w?lfischen, m?rderischen Knurren. Das w?lfische Maul ihres Bruders tropfte vom Blut ihrer Mutter, die leblos vor seinen Beinen lag. Rhonas Instinkte übernahmen in diesen Sekunden die Oberhand von ihrem Verstand und ihrem K?rper. Ihre W?lfin drückte sich mit einem instinktiven Verlangen zu überleben in den Vordergrund. Sie verwandelte sich schlagartig und nur eine Drehung... aber im ersten Augenblick zu sp?t, weil die scharfe Kralle ihren rechten Hinterlauf traf, sodass sie kurz schmerzhaft aufjaulte, aber ignorierend ihrer Verletzung durchflutete Adrenalin ihren w?lfischen K?rper. Ohne zu z?gern und zurückzublicken, packte Angst und Panik sie… sie sprang mit einem gezielten Sprung durch das offene Fenster und in die dunkle Nacht hinaus. Ein t?dliches und wütendes Knurren verfolgte sie, aber Rhona preschte mit nackter, peinigender Angst durch die tiefdunkelste Nacht, den salzigen Geruch des Meeres in ihrer Nase… den sie eigentlich liebte, aber nun etwas in ihr ausl?ste, worin nur ihre Flucht bestand. Hechelnd und au?er Atem rannte Rhona weiter mit ihren Pfoten über Erde, Stein und andere Hindernisse… nur in eine Richtung, weil es keinen anderen Weg gab, als zur steinigen Küste zu laufen. Sie hetzte und ihr Bruder verfolgte sie ohne Erbarmen.
Wieso tat ihr Bruder ihnen das an? Wieso… verriet er ihre Familie? Als bedeutete seine Familie ihm nichts? Oder seinem Clan? Eiskalt und ohne jegliche Emotion? Warum…?
Ohne dass Rhona jemals wirklich darüber nachgedacht hatte, verlie? sie sich auf die Instinkte ihrer W?lfin. Der letzte Funke Vertrauen, den sie noch verspürte nach dieser schockierenden, verr?terischen, hinterh?ltigen Aggression, schenkte sie ihrer W?lfin... dem einzigen Teil ihrer Familie, der noch für sie übrig geblieben war. Seit jener Nacht war nichts mehr davon übrig geblieben und ihr ?ltester Bruder… war kein Teil mehr von ihr. Arran hatte alles zerst?rt… nur damit er das bekam, wonach seine Gier verlangte und sein Recht auf sein Erbe, das er sich nicht nehmen lie?. Egal, was es ihn kostete. Egal, wen er t?ten musste. Ohne Halt vor seiner eigenen Familie, die ihn mit derselben Liebe erzogen hatte wie Rhona. All das existierte nicht mehr… wurde unbedeutend ausgel?scht und weil ihre W?lfin sie zur Flucht trieb, fügte sie sich, obwohl sie lieber mit ihrer Familie gestorben w?re. Seelisch war sie in jener Nacht gestorben, aber k?rperlich war sie nur noch eine leere Hülle, die aus Zwang lebte. Mehr nicht. Und dieser Abschluss bestand darin, dass sie sich davon verabschiedete, als sie ihr Leben in die Hand des Schicksals legte, w?hrend sie ohne zu z?gern von der steinigen, steilen Klippe in das tosende schwarze Meer sprang… ohne je einen Gedanken daran zu verschwenden, sie k?nnte bei der n?chsten Gelegenheit an den felsigen, scharfen Kanten der Klippe zerschellen. Nur den stürzenden Fall spürend und wie leer sich der Boden unter ihren vier Pfoten anfühlte, ihr stockendes kleines Herz in ihrer pelzigen Brust, sowie der harte Aufklatscher auf der harten Wasseroberfl?che, der sie beinahe auseinanderriss und ihr die Luft zum Atmen nahm. Es kümmerte Rhona nicht, wie t?dlich diese Gefahr war, w?hrend der n?chste Augenblick sie in eine tiefe, l?hmende Besinnungslosigkeit trieb und das n?chtliche Schwarz wellende Wasser sie wie überflüssiges Treibgut davontrug.
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Eine warme, gro?e Hand legte sich auf ihren rechten Oberschenkel. Rhona zuckte unmerklich zusammen, als sie j?h in die jetzige Realit?t zurück katapultiert wurde. Ihr aufmerksamer, stoischer Blick, der nichts verriet und wie es in ihr aussah, wanderte ihr Kopf zur rechten Seite, wo ihr Gef?hrte neben ihr sa? und sie mit sanften braunen Augen ansah... damit sie spürte, wie wenig sie allein war. Aye, Fergus war ihr rettender Anker gewesen. Wie heute und genauso wie damals. Dieser Mann und Wolf hatte sie damals angespült an der Küste an der südwestlichen Seite des schottischen Festlands gefunden. Angespült durch eine treibende Str?mung, halb ertrunken... bewusstlos und halb lebend. Damals nahm Fergus sie mit, brachte sie in Sicherheit und sorgte für dringende ?rztliche Pflege und Behandlung… sowie den Schutz des damaligen Alphas. Dabei stellte sich heraus, dass ihr Retter der Beta des MacKenzie-Clans war. Ebenso kam ans Licht... als sich diese Fürsorge und offenkundige Zuneigung von Fergus zeigten... dass Rhona feststellen musste, als sie vollj?hrig wurde... er war ihr vorherbestimmter Seelengef?hrte. Es hatte Monate… Jahre gedauert, bis sie pers?nlich wieder Vertrauen empfand und N?he zulie?. Ohne die Hilfe ihres Gef?hrten h?tte sie das seelisch und leiblich nicht überstanden. In ihm wohnte eine tiefe Ruhe und Verankerung, die Rhona bewegte, ihm alles von sich zu schenken. Einfach alles... ihren tiefen Schmerz des Verlustes ihrer Familie und Heimat. Fergus schwor ihr von Herzen… ihr eine eigene Familie zu schenken, die nur für sie bestimmt war. Die niemand ihr nehmen konnte, ohne dass er für sie bis zum bitteren Ende k?mpfen würde. Und… ihr Gef?hrte hatte bis heute sein Wort gehalten… obwohl sie nur einen Sohn bekam und keine weiteren Welpen, die sie sich gerne gewünscht h?tte. Dafür war diese Familie heute viel reicher und gr??er, als sie sich h?tte vorstellen k?nnen. Mit so viel Liebe, Fürsorge, Herz und einer unerschütterlichen Treue, die Rhona niemals hergeben würde.
All das, was Rhona durchlebt hatte… mit ihrem Leben beinahe bezahlt h?tte, war genau das, was sie heute formte. Diese unerschütterliche Statur und den Biss, der sie weiterleben lie?… ohne zu bereuen, was sie in der Vergangenheit zehrend verloren hatte, und dass der fest verankerte Gedanke sich aufgel?st hatte, dass sie damals den besten Augenblick verpasst hatte… mit ihrer geliebten Familie zu sterben.
?A chridhe mo anam, sag mir sofort, wenn ich für dich… Vergeltung üben soll“, ert?nte die sanfte, raue, aber auch drohende Stimme ihres Gef?hrten in ihrem Kopf. Fergus finstere braune Augen richteten sich kaltblütig auf die korpulente Gestalt ihres Bruders… der sich im Laufe der Jahre hatte gehen lassen. Er sah bei Weitem ?lter aus, was sein faltiges, bartloses Gesicht noch tiefer wirken lie?. Seine dunkelbraunen Haare waren mit altersgrauen Str?hnen durchzogen. Sein Bauch zeichnete sich als eine Art Kugel ab, als lebte er im überfluss von Wohlstand und scherte sich heute nicht mehr darum, fit zu bleiben... im Gegensatz zu ihrem Gef?hrten, der schlank und gest?hlt wirkte.
Innerlich l?chelte Rhona, w?hrend sich ihr Augenmerk wieder auf ihren verhassten Bruder richtete, der noch immer neben den ganzen Lackaffen stand, als w?re er der feinste und edelste Mann, den Schottland je gesehen hatte. Absolut l?cherlich und eine der gr??ten Witzfiguren, die ihr geliebtes Heimatland je hervorgebracht hatte. ?Nein“, schnaubte Rhona ver?chtlich zu ihrem Gef?hrten zurück, der ein glockenhaftes Lachen von sich stie? und sie seelisch freudig erw?rmte. ?Das ist die reinste Zeitverschwendung. Geschweige denn von unseren wertvollen Kraftreserven. Aye, vielleicht h?tte ich damals zugestimmt“, erwiderte sie tief aus ihrer Seele heraus. Ihre Augen schlossen sich gütlich, ihre hei?e Teetasse noch zwischen ihren faltigen, alten Fingern… so ruhig haltend, dass die dunkle Flüssigkeit keine Wellen schlug, und sie führte den Rand des Porzellans zu ihrem Mund, genüsslich und unbeschwert davon trinkend. ?Ich habe damit abgeschlossen… selbst wenn der Verlust meiner Familie mich noch immer bekümmert, aber… nicht mehr so wie zu meiner jugendlichen Zeit, w?hrend ich von Groll zerfressen war. Aye, ich verspüre noch immer den gleichen Unmut meinem verr?terischen Bruder gegenüber, so riskiere ich aber nicht das, was wir heute besitzen“, sandte Rhona Fergus weiter in seinen Geist, damit er ebenfalls ruhig und gelassen blieb. ?Allein wenn ich in die Runde blicke, in der wir uns befinden, mo leannan“, benutzte Rhona das Kosewort ihres Gef?hrten z?rtlich… mein Liebster. ?Besitze ich das gr??te Geschenk überhaupt und welches du mir erm?glicht hast. Unser geliebter Sohn steht mit einem verteidigenden Ausdruck an unserer Seite… dazu meine Enkelin und ihr Gef?hrte, die als unser wertgesch?tztes k?niglichen Alphapaar gelten. Bei unseren Enkeln, der heute nicht dabei sein kann… von ihm wüsste ich ebenfalls, wie sehr er auf unserer Seite steht. Ebenso die anderen Beteiligten aus unserem Clan… beschützend und mit einer Treue, einer unsagbaren Loyalit?t, die mich heute noch st?rker und stolzer aus dieser Gegebenheit hervorhebt.“
Fergus Hand auf ihrem rechten Oberschenkel, den Kontakt nie unterbrechend, drückte im sanften Druck. ?Aye, all dem stimme ich von ganzen Herzen zu, a chridhe mo anam“, bekr?ftigte Fergus mit liebevollen Worten und noch heute spürte Rhona die von Liebe erfüllte Bezeichnung ihr gegenüber… o mein Herz meiner Seele, in ihnen steckte die gleiche starke Herzensw?rme zu ihr, wie zu Beginn ihrer Zeit und ihrer ersten Begegnung.
?Stimmt das, Alpha Arran Hamilton?“, fragte einer der edelsten angezogenen Herren der Runde, alle Nasen und H?upter hochn?sig erhoben.
Arran zischte nur missmutig abf?llig. ?Ich habe gegen keinerlei Grunds?tze versto?en. Erstens habe ich ein Recht als Erstgeborener als Anführer meines Clans zu herrschen und zweitens, ich habe eine Herausforderung gegenüber dem ehemaligen Alpha gefordert und bin als Sieger hervorgegangen“, kündigte ihr Bruder an, als h?tte er die loyalste St?rke bewiesen.
Rhona lachte geh?ssig, ihr brauner Blick verh?rtete sich zu einer Grausamkeit, die pl?tzlich in ihr hochkochte. ?Meinst du etwa die Herausforderung, die du als ehrlich und gerecht h?ltst, dass du den ehemaligen Alpha… unseren Vater… in Affront einer stillen, arglosen, schlafenden Nacht überrascht, t?test und das als ehrlichen Sieg kaschierst? Sowie deine aller jüngsten Zwillingsschwestern in ihren Betten ermordest und dazu eine beschützende Mutter, die ihr letztes geliebtes Kind vor dem Tod bewahren wollte, ihr Leben l?sst, damit ihre Tochter entkommen kann?“
Schottisches W?rterbuch:
Mutter: Màthair
Vater: Athair
Bruder: Bràthair
Onkel: Uncail
Gro?vater: Seanair
Gro?mutter: Seanmhair
Meine Herzen: Mo chridhe
Meine Liebste: Mo ghràidh
Mein Schatz: Mo ghràdh
Meine Sch?ne: Mo àilleag
Liebling: A ghràidh
Mein Alles: Mo shonuachar
Mein Liebster: Mo leannan
Meine Tochter: Mo nighean
Meine tapfere Tochter: Mo nighean ghaisgeil
Meine Familie: Mo teaghlach
Mein kleines M?dchen: Mo nighean bheag
mein Seelengef?hrte: Mo anam cara
Mein Herz und meine Seele: Mo chridhe ?s mo anam
O mein Herz meiner Seele/ mein Seelenherz: A chridhe mo anam
Seelenbegleiter: Anam chompanach
Meine Fee: Mo shìthiche
Meine Schwester: Mo phiuthar
Meine geliebte Schwester: Mo phiuthar ghràidh

