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DRnR Commando – Bunker

  DRnR Commando – Bunker

  Der Bell UH-1 landete auf der freien, mit kniehohem Gra? bewachsenen Fl?che vor dem Bunker. Als die Schiebetür sich ?ffnete stiegen die Wissenschaftler Jason McCain und Stanley Ost, sowie die Berufssoldaten Keas Dahmer und Joseph Lopez aus dem Helikopter. Tonio Alvarez verabschiedete sich noch über Funk, bevor er den Huey wieder in Luft brachte: “Bis gleich Jungs, baut kein Mist.” Stanley sprach in sein Funkger?t: “Keine Sorge ich pass auf. Also dann bis in 20 Minuten.” Damit steckte er das Funkger?t auch wieder weg. Sie sahen dem schwarz und rot lackierten Helikopter noch etwas hinterher. Der Helikopter war farblich in der Mitte geteilt, so dass das Heck, welchem sie nachschauten, rot gef?rbt war. Auf Beiden Seiten stand jeweils der Schriftzug “DRnR Commando” geschrieben. Die Schrift war da, wo sie auf dem Heck stand, schwarz und weiter in der Front Rot, so dass die Farben quasi invertiert waren. Als der Huey weit genug weg war, dass sie die Schrift nichtmehr erkennen konnten, wendeten sie sich ab und liefen zum Bunker. Der oberirdische Teil des Bunkers, war klein. Knappe zweieinhalb Meter hoch und mattschwarz gef?rbt. Er befand sich auf einer kleinen menschengefertigten Lichtung. Sie war nur etwa 15 Quadratmeter gro?. Die Lichtung war umgeben von dichtem Regenwald und einigen Nadelb?umen. Trotz der regul?ren Bearbeitung der Lichtung wuchsen schon wieder kleine B?ume und Str?ucher auf ihr. Als sie sich der gro?en eineinhalb Meter breiten schwarzen Doppeltür aus Stahl n?herten, fühlte es sich für Stanley unwirklich an, dass das ihr letzter Besuch beim Bunker sein würde. Er war beinahe traurig, doch der Gedanke, dass jeder Besuch des Bunkers eine Lebensbedrohung darstellte, hielt seine Trauer diesen Ort nie wieder zu betreten in Grenzen. Stanley klappte die Metallklappe hoch, welche das Digitale Schloss vor Besch?digungen schützte. Er drehte sich zu Lopez um: “Joseph willst du, uns die Ehre erweisen und den Bunker ?ffnen. Ich meine immerhin ist es unser letztes Mal hier und wir benutzen das Passwort nirgendswo anders.” Joseph legte seine Hand auf Stanleys Schulter und tippte mit dem Zeigefinger seiner rechten Hand auf Stanleys Sternum: “Du, Stu Ost, bist ein wahrer Freund.” Joseph Lopez stellte sich vor die Entsperrkonsole. Stanley nickte: “Das Passwort ist 120588.” Joseph schmunzelte, als er das Passwort eingab: “McCain, das ist doch dein Geburtsdatum oder nicht?” “Tja, was soll ich sagen”, sagte Jason, als sich die Stahltüren des Bunkers langsam automatisch ?ffneten. Als sich die Türen vollst?ndig ge?ffnet hatten, sprach Ost: “Wir machen es wie immer, also bis gleich Dahmer.” Keas nickte. Stanley, Jason und Joseph gingen nun die Treppen hinunter in den gro?en Innenraum des Bunkers. Wie immer waren die Treppen nur wenig beleuchtet, aber da die Sonne, oder welcher Stern auch immer es war, hell schien war alles klar erkennbar. Keas lehnte mit der linken Schulter gegen den st?hlernen, von der Sonne gew?rmten, Türrahmen. Er war ein schweigsamer Mensch. Das komplette Gegenteil von Joseph. Dennoch hatten beide dieselbe Ausbildung durchmachen müssen und hatten diesen Job hier lediglich, weil sie bei den Black Ops positiv aufgefallen waren. Sie waren also die Besten der Besten. Und fairerweise war die Bezahlung auch eine der besten. Dahmer würde für sein jetziges Gehalt alles machen. Er war schon seit jungen Jahren im Milit?r und ist nicht nur durch seine Kampff?higkeiten, sondern auch durch seine technischen F?higkeiten aufgefallen. Klar er hat eine der h?chsten Feindausschaltungszahlen in der Geschichte der Black Ops, aber er kann auch alle Arten von Gel?ndewagen, Panzern, Trucks und Hubschraubern bedienen. Er war sogar mal Jetpilot und flog Flugzeuge wie die F22 oder die F35. Angst kannte er nichtmehr, dieses Gefühl war für ihn gestorben. Er lockerte seine Haltung, als eine kalte Priese über die Lichtung wehte. Die ?ste und Bl?tter der B?ume raschelten im Wind. Es knackte, es h?rte sich an, als w?re ein Ast gebrochen. Das Ger?usch schien von seiner rechten gekommen zu sein. Er drehte sich in die Richtung und schaute sich um, sein M4 Sturmgewehr gehoben. Der kalte Wind stoppte und die Bl?tter h?rten auf zu rascheln. Trotz des checken aller Richtung war nichts zu sehen. Vielleicht ein Vogel, dachte er. Der Wind kehrte zurück und der Dschungel raschelte wieder. Dahmer kannte sich in Dschungeln aus, normalerweise waren immer Gezwitscher und Gezirpe zu h?ren. Doch nicht hier, auf diesem gottverlassenen Stück Erde waren nie solche Ger?usche zu h?ren, es machte viele entweder Paranoid oder fahrl?ssig. Doch nicht ihn. Keas wusste immer alles korrekt einzusch?tzen und er sch?tzte, nein er wusste irgendetwas war da im Dschungel. Das war keine Frage für ihn, die Frage, die er sich stellte, war, was war da drau?en? Noch ein ?steknacken, diesmal vor ihm, da wo er das vorherige vermutet hatte. Er schritt ein paar Meter nach vorne. Noch war er nicht zu nah am Dschungel, da der Rand, an dem die Lichtung mit den St?mmen der B?ume und den Str?uchern zusammentraf, noch fünf Meter entfernt war. Keas schaute so gut er konnte in den Dschungel, in der Hoffnung etwas zu erkennen. Doch er sah nichts. Der Wind verschwand wieder. Alles wahr ruhig. Das lauteste war sein eigenes atmen, welches er extra darauf trainiert hatte so leise wie m?glich zu sein. Dahmer stand bewegungslos da. Für gute vier Minuten bewegte er sich nicht, bis der Wind wieder kam und alles von raschelnden Bl?ttern übert?nt wurde. Es dauerte nicht mal 60 Sekunden, bis ein Knacken ert?nte. Es müsste nun direkt an der Grenze zwischen Lichtung und Dschungel sein, doch er sah nichts. Er schaute sich weiter um, er konnte nichts vernehmen. Keas kniete mit einem Beim nieder und zielte mit seinem Sturmgewehr in die Richtung, in welcher er das Knacken wahrgenommen hatte. Dahmer hatte unz?hlige Menschen bereits mit seinem Gewehr erlegt und er würde auch erlegen, was sich vor ihm befinde. Erneut verschwand die Priese und es war nichts zu erkennen. Bildete er es sich ein, hatte er sich get?uscht? Keas Dahmer war nicht eingebildet, sogar im Gegenteil, er war sehr selbstkritisch, und er wusste genau, wenn er etwas wahrnahm, und das hatte er getan. Er überlegte die anderen zu kontaktieren, Joseph zur Suche dazu zu holen. Ein weiteres Paar Augen k?nnte nicht schaden. Doch Keas wollte, wenn dann warten bis der Wind, das Rascheln wieder da war. Er wollte nicht riskieren, dass Funkger?usche einen Angriff provozieren. Es dauerte, die Stille brannte sich in seinen Kopf. Das schwüle Wetter war auch keine Hilfe. Dahmer spürte seine schwitzigen H?nde, welche das Gewehr hielten, spürte, wie Schwei? seine Stirn herunterlief. Nach einer gefühlten Ewigkeit kam der Wind wieder. Er wollte nach dem Funkger?t greifen, doch in unter 10 Sekunden nachdem die Priese angefangen hatte knackte es erneut. Diesmal direkt vor ihm. Zwei oder drei Meter vor ihm, also definitiv auf der Lichtung, doch da war nichts. Keas erhob sich wieder, seine halbkniende Position verlassend. W?re er nicht nur mit Rauchgranaten ausgestattet, würde er jetzt definitiv den Dschungel bombardieren. Ein unsicheres Schnauben entfiel ihm. Er hatte keine Angst, aber dennoch keine Lust zu sterben. Er entschied sich zu den ?kologen und Joseph zu gehen. Doch sein unterfangen wurde unterbrochen, als der Wind wieder verschwand. Er würde einfach bis zur n?chsten Priese warten. Es knackte erneut. Doch der Wind war noch nicht zurückgekehrt und das Knacken kam nicht von vor ihm, es war über ihm. Keas hob seinen Blick langsam und sah die vereinzelten, dennoch gro?en und robusten, ?ste der Dschungelb?ume, welche bis über ihn reichten. Als er seinen Blick so hob, dass er direkt über sich sah, fühlte er etwas. Es war keine Angst, es war Entt?uschung. Keas Dahmer war von sich selbst entt?uscht. Entt?uscht, dass er nach vorne unter die ?ste geschritten war, entt?uscht darüber, dass er nicht nach oben geschaut hatte und entt?uscht das er es nicht gesehen hatte bis jetzt, es war immerhin gr??er als er selbst. So viele Sachen, die er bereute und die ihn selbst entt?uschten gingen durch seinen Kopf. In diesem Bruchteil einer Sekunde, bis es, das Tier, wenn man es so nennen konnte, seine Kiefer um seinen Hals geschlossen hatte. Keas hatte nicht mal mehr Zeit einen Ton von sich zu geben, bis seine Halswirbel unter dem Biss brachen...

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